Dank an die Schüler der Windrather Talschule in Velbert und des Gymnasiums in Frechen

Wir können es noch gar nicht richtig fassen, aber seit dem Besuch der Schülergruppe aus Velbert von der dortigen Waldorfschule haben wir endlich Wasser in unserer kleinen Schule. Schon lange wird an dem Projekt gearbeitet, aber erst mußte der Brunnen fertig gestellt werden, dann eine Solarpumpe installiert, ein Wasserbehälter errichtet und schließlich eine 1,2 km lange Wasserleitung verlegt werden, bis wir den Erfolg vermelden können.

Besonders stolz macht es Romain, dass seine kleine Dorfschule als einzige weit und breit auf dem Schulhof einen Wasserspender besitzt womit die Schüler vor dem Essen sich die Hände waschen können.

Über die Wasserleitung im speziellen und das tägliche Wasserholen im allgemeinen berichteten die Schüler in einem Vortrag vor Eltern und Interessierten. Es ist meist die Arbeit der Kinder, die auch ran müssen wenn es gilt Feuerholz zu holen oder das Vieh zu hüten. Umso stolzer sind wird darauf dass in unserem Dorf zumindest im Jahr der Einschulung fast 100 % der sechsjährigen zur Schule gehen. In dem Vortrag wurde auch der Grund genannt für diese außergewöhnlich hohe Alphabetisierungsquote: es gibt eine Schulküche seit neuestem und kostenloses Mittagessen. Die Vortragenden berichteten von der Lehrfarm, die ihre Produkte an die Schule abgibt. Hauptsache ist es Maniok was angepflanzt wird da es genügsam ist und auch mit langen Trockenperioden gut zurecht kommt. Aber auf der Ecolodge hätten sie überwiegend Reis erhalten, nur zweimal zum Probieren auch Maniok, naja. Eine Köstlichkeit, die es aber auch erst seit kurzem gibt, waren getrocknete Papayas.

Dies sind die Produkte aus dem neuen Trockner, der mit ihrer Hilfe aufgebaut wurde. Damit können größere Mengen an Früchten getrocknet werden, eine der Möglichkeiten, das viele Obst haltbarer zu machen, denn augenblicklich verkommen viele Früchte, da in der kurzen Erntezeit nur ein kleiner Teil verspeist werden kann.

Es hat den Reiseteilnehmern offensichtlich viel Spaß gemacht sich aktiv an den verschiedensten Arbeiten einbringen zu können, auch wenn die Erdarbeiten für die Wasserleitung bei manchen an die Grenzen stieß, was bei knapp 40 Grad auch nicht verwunderlich ist.

Auf der Ecolodge selbst gab es natürlich auch zu tun, z.Bsp. Wasser holen, aber neben der Arbeit hatten die Reiseteilnehmer wohl auch Ihren Spaß, auf den Bildern jedenfalls sieht man keine Trauerklöße.

  

Die Eltern waren beeindruckt von den Bildern bzw. Schilderungen und Ramon Diaz, der verantwortliche Lehrer betonte dass dies ein Geschenk sei, einen solch intensiven Blick in fremde Kulturen zu erhalten, wie es bei Pauschalreisen nicht möglich sei. Hier könnten die Kinder noch etwas für ihr Leben mitnehmen, denn diese Eindrücke und Erfahrungen bleiben ein Leben lang erhalten. Auch würden die Kinder nach der Reise ihre Lebensweise etwas anders beurteilen und hätten bemerkt, in welch außerordentlich bevorzugten Situation sie sich befänden und Dankbarkeit und Demut angebracht sei statt Herummotzen und Überheblichkeit gegenüber Fremden.

Ein ganz großer Dank gilt dem Gymnasium in Frechen, das über Jahre Geld für den Brunnen, die Solarpumpe und die Wasserleitung gesammelt hat. Ohne diese Hilfen, entweder finanzieller Art (aus Frechen) oder durch den persönlichen d.h. körperlichen Einsatz (aus Velbert) wäre die Schule heute noch eine normale Dorfschule. Aber jetzt ist sie eine Vorzeigeschule, und wer weiss was noch alles passiert (wir träumen ja schon lange vor einer beruflichen Ausbildung die sich an den erfolgreichen Schulbesuch anschließt).

Das alles konnte und kann nur stattfinden wenn wir in unserem Projekt und die Schüler für ihre Fahrt nach Madagaskar unterstützt werden. Und dies passiert tatsächlich und darum sind wir sehr dankbar. Speziell Engagement Global danken wir und dem Verein LHL, der sich um die Vorbereitungen und Organisation gekümmert hat. Und nicht zuletzt gilt unser Dank den Spendern, die behilflich sind, die Finanzlücke zu schließen (die staatliche Förderung beträgt nur 90 %, der Staat erwartet dass 10 % von privaten Spendern beigesteuert werden).

Wenn Sie interessiert sind und helfen wollen, dass wir unser Engagement fortsetzen können, dürfen Sie gerne unser Konto für Madagaskar benutzen - und am liebsten sind uns regelmäßige z.B. monatliche Beträge auf dieses Konto: Volksbank Vechta, IBAN DE86 2806 4179 0135 8758 06    Stichwort Spende (Kontoinhaber ist LHL).