Feuerbrigaden gegen Buschbrände im Ostkongo

Buschbrände sind eine Plage in Afrika. In unserem Sommer durchlebt der Ostkongo die Trockenzeit und seit Jahren flackern überall im Bergland die Buschfeuer hoch. Dies ist meist Grasland, genutzt von Viehzüchtern, die das Gras abfackeln, damit beim ersten Regen schnell frisches Gras für ihre Kühe verfügbar ist. Aber auch Brandstiftung ist eine Ursache oder Unachtsamkeit. Unsere Partner haben durch Buschbrände schon viele Hektar aufgeforstete Flächen verloren. In Luhwinja sind mittendrin vor zwei Jahren eine ganze Reihe von Bienenstöcken verbrannt.

Was tun? Wir haben in den letzten beiden Jahren intensiv mit den Bauern auf Volksversammlungen über dieses Problem diskutiert. Die meisten waren entschieden gegen diese Buschfeuer. Bisher gab’s jedoch keinerlei organisierte Bemühungen die Feuer zu löschen. Wir haben den Bauern erzählt, dass in Deutschland jedes Dorf eine freiwillige Feuerwehr hat, die bei jedem Brand ausrückt.

Jetzt sollen in den Standorten Feuerbrigaden aufgebaut werden. Hierbei zahlt sich jetzt aus, dass wir seit mehreren Jahren Jugendgruppen für den Umweltschutz (Marafiki wa Mazingira) ausgebildet haben. Diese jungen Leute sind heute hochmotiviert, und wollen in der Trockenzeit die Buschfeuer aktiv bekämpfen. Im Juni wird Lindon Pronto vom Global Fire Monito­ring Center der Universität Freiburg im Breisgau, der besonders bei den Buschfeuern in Kalifornien Erfahrungen sammeln konnte, 30 junge Feuerwehrleute in unseren Projektstandorten professionell ausbilden. Sie werden lernen, wie eine Buschbrand-Bekämpfung organisiert wird, damit die Schäden in Grenzen bleiben. Diese jungen Leute sollen ihr Wissen später auch in andere Dörfer bringen, sodass künftig überall Buschbrände gut organisiert bekämpft werden.

In Volksversammlungen haben wir in den letzten Jahren berichtet, dass in Deutschland in jedem Dorf eine Freiwillige Feuerwehr existiert. Buschbrände liessen sich oft mit ganz einfachen Mitteln bekämp­fen, da nicht sofort Wälder lichterloh brennen, sondern die Feuer fressen sich ganz allmählich durch das Gras. Besonders wichtig ist deswegen, dass dies in den aufgeforsteten Flächen von Anfang niedrig gehalten wird, sodass weniger brennbare Flächen verfügbar sind.

Jetzt im Juni hat der Kurs stattgefunden. Hier einige Fotos von dem Ausbildungskurs: