EIN KLEINER ÜBERBLICK ÜBER UNSER PROJEKT EFIDO 2

EIN KLEINER ÜBERBLICK ÜBER UNSER PROJEKT EFIDO 2

Stärkung der Bevölkerung von 10 Dörfern des Atakpamé-Gebiets (Togo)

durch Einkommen schaffende Maßnahmen (Lehm Kocher),

Verbesserung der landwirtschaftlichen Praktiken und Anpflanzung von Kopfbäumen

Unsere Partnerorganisation ADICH hatte es nicht leicht im 2020 bis jetzt! Corona-Pandemie und harte klimatische Bedingungen haben die verschiedenen Maßnahmen erschwert.

Trotzdem haben wir unsere Ziele erreicht. Der 2. Teil unseres Projektes EFIDO wurde am 31. März beendet.

Hier sind einige spannende Momente unserer Arbeit: Agroforstwirtschaft, Kopfbäume und Lehmkocher waren neu für uns!

Juni-Juli-August 2020: Wiederaufforstung

Die erste Maßnahme war das Pflanzen von 2 000 jungen Akazien auf dem Gelände des Agrarzentrums Efido. Es war der ideale Zeitpunkt, gerade am Anfang der Regenzeit.

Zuerst wurden mit Kordeln die Reihen gekennzeichnet, wo die Bäumchen gepflanzt werden sollten.

Juni bis Dezember 2020: Agrarmaßnahmen

Sojabohnen wurden im Juli gesät, aber starke Regen spülten alles weg. Dann wurden die Regenfälle sehr unregelmäßig, ein paar Bäume litten sehr darunter.

Trotzdem gediehen die Sojabohnen zwischen den Reihen von Bäumen.

Nach der Soja wurde Mais angebaut, dann Tomaten.

  

November-Dezember 2020: Kompostseminar

Zum 2. Mal wurde ein Kompostseminar auf dem Gelände von Efido durchgeführt.

Die Herstellung von Kompost ist weitgehend unbekannt und die Bauer waren am Anfang misstrauisch. Mittlerweile praktizieren immer mehr Bauern diese Methode.
Das Agrarzentrum EFIDO verfügt über einem Brunnen, mehrere Wassertanks aus Beton und eine Kompostanlage. Innerhalb von 6 Wochen ist der Kompost fertig, und sein „Saft“ wird sorgfältig aufgehoben. Der wertvolle Stoff wird direkt um die Pflanzen herum eingegraben oder gegossen.

Im Hintergrund rechts sieht man das EFIDO-Gebäude, wo Seminare und Schulungen stattfinden und Kornsäcke aufbewahrt werden. Im Dorf Djamiho, 200m entfernt, werden die Werkzeuge in einem kleinen Haus untergebracht.

 

März 2021: Kocherseminar- Bau von 2 Lehmkochern: DZOYEYE und ALEVI

Das Kocherseminar war 12 Monate früher geplant. Aber da die Coronamaßnahmen besonders hart waren, wurde das Treffen verschoben.

Die Schulung fand vor dem EFIDO-Gebäude statt. Die Frauen kamen aus den umliegenden Dörfern von Djamiho, Gbécon, Alavagnon und Klala.

Die Frauen von Klala sind hervorragende Töpferinnen und ihre Motivation war unschätzbar!

 

2 Kochermodelle wurden gebaut: der DZOYEYE-Kocher und der ALEVI-Kocher.

Der DZOYEYE-Kocher ist für große Töpfe gedacht und wird von Frauen benutzt, die große Mengen kochen, zum Beispiel bei Festen oder für den Verkauf auf dem Markt. Die Töpfe können bis 60 Liter enthalten!

Er ist unbeweglich, der Topf steht IN dem Kocher.Der DZOYEYE-Kocher steht auf 3 Steinen und wird wird nur mit den Händen geformt. Diese Tradition ist sehr beliebt und die Frauen sind mit dieser Methode vertraut.

Der Kocher wird regelrecht „bombardiert“ mit großen Lehmklumpen, es ist eine sehr lustige Etappe, bei der die Frauen viel lachen und sich gegenseitig mit Lehm bewerfen.

Der DZOYEYE-Kocher braucht 3 Tage Zeit um langsam zu trocknen. Dabei entstehen nach 3 Tagen jedoch Risse, die man dann mit einer Lauge aus Lehm "stopft". Diese Risse sind normal, die Lehmkocher werden täglich so behandelt, sonst würden sie zerbrechen. Der DZOYEYE ist sparsam (geschätzte Ersparnisse: 50%)


Der ALEVI-Kocher dagegen ist für Familien gedacht (10-15 Personen). Jedes Segment wird mit der Holzform von Richard geformt und die 6 Teile werden mit Draht festgebunden. Der Topf steht auf dem Kocher. Er lässt sich leicht transportieren und ist sparsam und schnell, 2 Eigenschaften, die von den Frauen sehr geschätzt werden. Der Korpus aus Lehm bleibt lange warm, so dass ein Topf voll Wasser darauf gestellt werden kann und für eine warme Dusche sorgt: Es ist ein großer Vorteil während der Regenzeit. Der ALEVI-Kocher kann mit flachen und sphärischen Töpfen verwendet werden.


Beide Modelle wurden in 3 verschiedenen Größen gebaut.

Das Seminar dauerte 5 Tage.

Die 12 Frauen sind jetzt Multiplikatorinnen und besuchten 4 Dörfer, um dort die 2 Kocher zu bauen und die dortigen Frauen zu motivieren und zu schulen.